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Gedenkveranstaltung am 8. April: 80 Jahre Massaker in Celle

Tue, 01 Apr 2025 07:26:40 +0000 von Karsten Willemer

Am 8. April begehen wir den 80. Jahrestag des Massakers von Celle. Dieses Geschehen wird als „das dunkelste Kapitel in der Geschichte der Stadt“ bezeichnet. Warum? Durch den Bombenangriff im April 1945 wurde auch ein Zug mit KZ-Häftlingen am Güterbahnhof getroffen. Es starben ca. 800 Menschen, die in Celle wohnten. Von den Häftlingen im Zug vermutlich die Hälfte sofort – also ca. 2000. Überlebende Häftlinge flohen, wenige Richtung Innenstadt, viele Richtung Neustädter Holz. 
 
Es sind an diesem und dem darauffolgenden Tag von den überlebenden Häftlingen, 254 Geflohene durch SS, SA, Polizei, Soldaten, Volkssturm, aber auch von Zivilisten erschossen worden. Die Zivilisten hatten keinerlei Befehl dazu erhalten. Sie handelten aus freien Stücken. Viele KZ-Häftlinge starben durch einen Genickschuss. Die Verfolger hatten die Rolle von Henkern übernommen. 
 
Zum Gedenken an die ermordeten KZ-Häftlinge wird es am 8. April 2025 zwei Schweigewegtrassen geben. Eine Gruppe wird um 17.15 h vom Neustädter Holz, Nienburger Straße 33, Höhe Pfadfinderheim, losgehen. Zeitgleich wird eine andere Gruppe vom Güterbahnhof, Neuenhäuser Straße 3, Höhe Trinkgut, aufbrechen. Beide Trassen treffen sich an der Bahnhofsstraße/Trüllerstraße und werden dann gemeinsam zum Mahnmal an der Trift gehen. Dort sprechen gegen 18.00 h unter anderem die Landtagspräsidentin, die stellvertretende Superintendentin und die Vorsitzende des „Ezidischen Kulturzentrums Celle und Umgebung“. 
Ein Posaunenchor wird die Veranstaltung an der Trift begleiten. 
 
In Zeiten der zunehmenden Verrohung und Gewaltbereitschaft, wollen wir als Kirche, SPD, Ezidisches Kulturzentrum und als weitere Akteure gegen Gewalt an Menschen, ein Zeichen setzen. Wir laden Sie herzlich ein, uns zu begleiten. 
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